Sonntag, 2. Februar 2014

Restwinter

Eigentlich sollte hier ein toller sonntagswerk-Post von meiner Polaroid-Liebe und dem heutigen Ausflug stehen. Leider kam es aber anders, weil die Fotos nicht so wollten, wie ich. Noch bevor ich vor Wut Einrichtungsgegenstände verprügelt habe, kam mir die rettende Idee, einfach über etwas anderes zu schreiben als über die Liebe zu meiner wunderbaren Polaroid Land Automatic 210.
 
Leider gab es da als Alternative nur den nächsten bunten Schal. Bitte seid trotzdem euphorisch und tut begeistert. Danke.
 
 

Liebe Alle,

es ist offensichtlich, dass dieser Winter ein recht unberechenbarer Kandidat ist. Erst kommt er nicht, dann haut er rein, dann will er nicht, dann isser lieber Frühling. Man könnte meinen, der Winter sei ein (prä-)menstruelles Weibchen in Hochform.
Als Mensch mit eigenem Menstruationhintergrund kann ich dem Winter das verzeihen und weiß: Man muss auf alles gefasst sein und es kommt eh alles noch schlimmer.

Ich habe also beschlossen, meine winterliche Wahrnehmung mit Hilfe von einigen Knäulen sehr farbhaltiger Wolle kruzfristig ausser Gefecht zu setzen und einen Schal zu produzieren, der einer ordentlichen Tüte aus Amsterdam in der Wirkung sehr nahe kommt. Hurra!


Die ersten Reihen sind geschafft und die Buntheit dieses Dings erspart einem haufenweise teuer gekaufte Drogen. Macht aber nix, soll ja genauso sein. Meine Hoffnung ist, dass diese ganzen ferngesteuerten Menschen (?) da draussen durch die Wirkung dieses Schlas ausser Gefecht gesetz werden und zumindest zeitweise verhältnismässig normal werden.


Wegen mir kann sie also bleiben, die Winter und zicken, soviel sie will.


Habt einen schönen, warmen Sonntagabend!


PS: Liebe Blogger-Blogerinnen, ich habe in den letzten Wochen erhebliche Probleme mit dem Upload und der Bearbeitung von Fotos bei blogger. Kann mir da jemand weiterhelfen? Ist das ein allgemeines Problem? Hackt mich die NSA? (Wenn ja, tun sie das wegen des Häkelns oder wegen der Orangenseife? Und wenn sie es wegen der Orangenseife machen: Es ist alles reserviert Jungs!!! Stalken lohnt nicht!)

Sonntag, 26. Januar 2014

Sonntagswerk: Ausflug machen

Liebe Alle,

dieses Wochenende hatten wir Besuch. Mit Übernachten. Und weil der Besuch sehr gerne Schwebebahn fährt und die bei uns praktischerweise um die Ecke abfährt, stand das Unterhaltungsprogramm sehr schnell fest: 1) Geocachen. 2), 3), 4), 5) Schwebebahn fahren. Und weil es dazu nicht vieler Worte braucht, zeige ich Euch Fotos.

Bißken Cachen.


Wir saßen ganz vorne. Und der Besuch durfte sich mal auf den Fahrerplatz setzen. Wie cool ist DAS denn?



Hinterhofidylle.


Döppersberg

Kluse.




Verwunschener Garten

Junior Uni.

A46, Abfahrt Sonnborn.

Warten auf Godot.


Und weil dann doch noch etwas Produktives her musste, hab ich mal eben einen Marmorkuchen gebacken, der ungefähr genauso hübsch schmeckt, wie er aussieht. Zu schade zum Glasieren.

Habt einen feinen Abend!

Freitag, 24. Januar 2014

Hologramme

Liebe Alle,

Ihr wisst es nicht, auch die NSA hat vermutlich keine Ahnung davon, aber Ihr solltet die Wahrheit erfahren: Ihr tragt Hologramme über Euch. Wirklich. Wir alle tragen Hologramme über unseren Köpfen. Und zwar in Form von Satzzeichen.
Nein, ich spinne nicht. Wirklich nicht. Ich meine, ward Ihr schon mal bei OBI? Oder Saturn? Da gehste rein und die Mitarbeiter da können gleich sehen, was Du willst. Die haben da eine spezielle, Hologramm-taugliche Luft. Und die Mitarbeiter haben einen Chip eingepflanzt (der macht auch, dass die so seltsam gucken), der sie dazu befähigt, die Hologramme in der Luft zu sehen.
So. Gehste in den OBI rein, alle so grins und "Hallo!" und so. Der Moment, in dem Du durch diese Eingangsklappen gehst und noch völlig orientiert bist, da hast Du so ein großes, grünes Ausrufezeichen über deinem Kopf. Das signalisiert: "Ich bin ein kauffreudiger Kunde und habe die Absicht, Ihren Laden halb zu kaufen. Mindestens. Ich weiß Bescheid!" Deswegen grüßen alle und freuen sich. Kunde, der BEscheid weiß. Keine Fragen und so, keine Umstände.

Je mehr Du Dich dem Regal Deines Verlangens näherst, sagen wir: Leuchtmittel, desto schwächer leuchtet dieses Ausrufezeichen-Hologramm. Es flimmert und wird wässrig. Das sehen die OBIsten und deswegen werden die auch auf dem Weg zum Regal immer weniger. Da sacht keiner mehr "Tach!" oder "Hallo!". Die verschwinden einfach so, wie die Elefanten im Nationalpark. Willste einen sehen, is keiner da.
Und wenn Du dann vor dem Regal stehst, spätestens dann, dann wechselt die Hologrammfarbe von grün auf rot. Und aus dem Ausrufezeichen wird ein Fragezeichen. Und das ist der Moment, in dem gar niemand mehr da ist. Denn genau dann, wenn Du Dich umdrehst und zum Infopoint gehen willst. hat sich dort die Erde geöffnet und der OBIst ist wie auf der Enterprise auf einer Säule in die Erde gefahren, um unterirdisch an einem sehr weit weg gelegenen Ort wieder aufzutauchen. Der hat vor zwei Sekunden noch da gestanden, jetzt isser weg. Und Du stehst da mit Deinem roten Hologramm auf dem Kopf und fragst Dich so: "Häh??!" Und niemand ist da. Auch nicht nebenan, bei den Farben. Oder bei den Eisenwaren. Alle weg.
Und WENN, ja wenn, Du doch mal einen siehst, so ganz da hinten am Ende des Ganges, beim Holzzuschnitt, so ein orange leuchtendes Hemd, dann springt dieser OBIst gazellengleich von dannen, noch ehe Du überhaupt denken konntest "Och, da is ja Einer!". Er verschwindet auf Nimmerwiedersehen in den Gängen voller Holzbretter, Schraubdübel und Farbeimern.

Bei Saturn sind sie auch auf einem guten Wege, aber noch nicht ganz soweit. Die Saturner sind sehr kommunikativ und reden sehr gerne miteinander. Deswegen können sie nicht so schnell verschwinden. Ausserdem lassen sich in deren Geschäftsräumen nur schwer unterirdische Gänge realisieren, weswegen sie noch analog weglaufen müssen. Manchmal kann man sie dann einholen und stellen, aber das bringt nur selten was, weil man an den abwesenden Kollegen aus der Abteilung verwiesen wird, der aber in der Zwischenzeit schon abgehauen ist. Zum essen oder Rauchen. Die Sau. Das sind einstudierte Ablenkungsmanöver.

Es bringt übrigens nichts, sich eine Mütze aufzusetzen oder andere Kopfbedeckungen. Die Hologramme formieren sich trotzdem.

So. Jetzt wisst Ihr Bescheid. Nächstes mal geht es dann um die Ausserirdischen.
Bis dann!

Dienstag, 21. Januar 2014

Sonntagswerk: Butterkuchen und Plätzchenpeeling

Liebe Alle,
das Sonntagswerk kommt heute am Dienstag, hat aber wahrscheinlich eh keiner bemerkt. Die Zeit rast ja so dahin, dass man die Tage kaum noch unterscheiden kann. Und momentan plagt mich ein Winterschlafbedürfnis, dem es auch sehr herzlich egal ist, ob es Sonntag, Dienstag oder irgendein anderer Tag ist. Wie auch immer. Jammern macht ja auch nicht wacher und ausserdem war ich am Sonntag molto beschäftigt:

 

1) Es gab Kuchen.

Denn es kam Besuch. Also wieder das gute gelbe Backbuch geschnappt (kennt Ihr noch von hier), eifrig durchblättert und für den Butterkuchen entschieden. Ein Blechkuchen. Ein sehr leckerer Blechkuchen.


"Echt billig und schön altmodisch" verspricht das Buch und das hält es auch. Er ist einfach zu machen und dem Besuch hat es hervorragend geschmeckt.

Mindestens so gut, wie die Äpfel den Schweinen schmeckten. Der Besuch brachte nämlich gleich eine ganze Tüte mit und weil Sonntag war, durften die Schweine alle Äpfel fressen. Besuch, Schweine und Äpfel stellten eine Trilogie des Glückes dar, wie sie nur selten zu sehen war in diesen Gefilden.
Butterkuchen, im Ofen garend.











 

 

 








 

2) Es war Pflegetag.

Seit ich das Schneeflockenpeeling im Mediterana neulich auf meiner Haut genoss, wollte ich das unbedingt auch mal Zuhause probieren. Es roch nach Schokolade, Anis, Karadmom und verströmte einen herrlich warmen und wohlingen Duft. Abgesehen davon war es mit Arganöl angereichert und die Haut nachher samtweich. So! Wer will nicht wie ein samtweiches Weihnachtsplätzchen durch die Gegend marschieren, hm?
ICH jedenfalls könnte das dauerhaft tun, jedenfalls im Winter. Und auch wenn es draussen noch immer kein Winter ist, musste die Zuhause-Lösung für den Duftkram her.
Ich habe bei den Zutaten improvisiert: Ordentlich Salz als Peelingbasis, dann Kakao, Anissamen, Lebkuchengewürz, ein wenig Kaffeepulver und Zimt und am Ende ordentlich Arganöl dazu. Nicht kleckern, klotzen!
 
Das Ganze habe ich im Mixer ordentlich durchgemixt und am Ende kam eine optisch grenzwertige, olfaktorisch jedoch unschlagbare, homogene, braune Masse heraus.
 
Es hat funktioniert. Es roch hervorragend, das Öl hat feinste Haut gezaubert und ich war äußerst wohlduftend und glücklich. Merke: Nochmal machen.

So. Und dann habe ich noch ein Paket ausgepackt. Mit zauberhaftem DDR-Frottee. Ebay ist ja eine wunderbare Fundgrube... Mein Vorsatz, dieses Jahr keinen Stoff zu kaufen, beinhaltet ab sofort nur Neuware. Second Hand darf ich's krachen lassen.

That's it von heute Sonntag. Gehabet Euch wohl, pfleget die Haut, verwöhnet den Magen und ehret den DDR-Frottee!

Sonntag, 12. Januar 2014

Sonntagswerk: Seife schneiden

Liebe Alle,

das Sonntagswerk in Bildern beschäftigt sich heute wieder mit der Seife. Und zwar mit dem Schneiden der Seife.

Letztes Mal war sie noch nicht fest genug. Und so habe ich ihr in großer Ungeduld noch weitere 6 Tage gegeben, um fester zu werden. Bis heute. Da konnte ich es wirklich nicht mehr abwarten und habe den nächsten Schneidversuch gewagt.
Seife ausm Keller geholt, Omas altes Messer gewetzt, angesetzt und geschnitten.

 
Heute ging das auch schon deutlich besser als am Montag. Die Seife war im oberen Bereich viel fester, fast schon ganz hart, aber immer noch gut zu schneiden. Unten, am Brett, war sie allerdings immer noch sehr weich. An den Stellen sieht man auch, wo ich die Klinge des Messers vom Seifenblock abgezogen habe. Das ist nicht so professionell und ästhetisch aber das ist eben handgemachte Seife. Das darf man auch sehen.
 
 
Wahrschenlich hätte ich den Block umdrehenmüssen, damit die Unerseite trocknet, und danach einfach noch zwei Tage warten. Naja, kann ich ja nächstes mal machen. Jetzt liegt sie fein im Keller und zieht noch 6-8 Wochen durch, bevor ich sie verteilen und verschenken kann.
 




 
Was heute sonst noch so passiert ist:
 
Himbeeren zum Frühstück.

Ein Asflug mit Weitsicht...


...Feldern...

...einem Sonnenuntergang...

...und einem Mond hinter Bäumen.
 
 
...und außerdem neue Strick- und Häkelprojekte: einen Schal für Paulina und eine Mütze für Johanna. Mehr dazu in den nächsten Tagen!
 
Einen schönen Sonntagabend!