Posts mit dem Label Seife werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Seife werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 12. Januar 2014

Sonntagswerk: Seife schneiden

Liebe Alle,

das Sonntagswerk in Bildern beschäftigt sich heute wieder mit der Seife. Und zwar mit dem Schneiden der Seife.

Letztes Mal war sie noch nicht fest genug. Und so habe ich ihr in großer Ungeduld noch weitere 6 Tage gegeben, um fester zu werden. Bis heute. Da konnte ich es wirklich nicht mehr abwarten und habe den nächsten Schneidversuch gewagt.
Seife ausm Keller geholt, Omas altes Messer gewetzt, angesetzt und geschnitten.

 
Heute ging das auch schon deutlich besser als am Montag. Die Seife war im oberen Bereich viel fester, fast schon ganz hart, aber immer noch gut zu schneiden. Unten, am Brett, war sie allerdings immer noch sehr weich. An den Stellen sieht man auch, wo ich die Klinge des Messers vom Seifenblock abgezogen habe. Das ist nicht so professionell und ästhetisch aber das ist eben handgemachte Seife. Das darf man auch sehen.
 
 
Wahrschenlich hätte ich den Block umdrehenmüssen, damit die Unerseite trocknet, und danach einfach noch zwei Tage warten. Naja, kann ich ja nächstes mal machen. Jetzt liegt sie fein im Keller und zieht noch 6-8 Wochen durch, bevor ich sie verteilen und verschenken kann.
 




 
Was heute sonst noch so passiert ist:
 
Himbeeren zum Frühstück.

Ein Asflug mit Weitsicht...


...Feldern...

...einem Sonnenuntergang...

...und einem Mond hinter Bäumen.
 
 
...und außerdem neue Strick- und Häkelprojekte: einen Schal für Paulina und eine Mütze für Johanna. Mehr dazu in den nächsten Tagen!
 
Einen schönen Sonntagabend!
 


Montag, 6. Januar 2014

When shall we three meet again?

Liebe Alle,

heute war glorreicher Dreiertag: Aus drei Formen kamen drei leckere bzw. wohlduftende Dinge.

1) Der Kuchen:

Fertiger Leckerkuchen
Leckeren Kuchen finde ich maximal sexy, vor allem dann, wenn es ein trockener Kuchen ist. Obst und Cremes sind ganz hübsch, Kuchen muss bei mir trocken sein. Was nicht zu verwechseln ist mit staubig.
Mindestens genauso sexy finde ich es, Kuchen zu backen, von dem eine ganze Woche gegessen wird. So wie früher oft auf Bauernhöfen. Heute ist das oft bestimmt auch noch so, aber ich bin ja eher ein vom Stadtleben geprägtes Kind. Wochenkuchen kenne ich aus meiner Kindheit jedenfalls nicht.

Nicht weniger sexy als trockenen Kuchen für die ganze Woche finde ich mein ältestes und bestes Backbuch: Basic Baking aus der Basic-Reihe des GU-Verlages.

Bißken dunkel, dafür aber mit 1A-Back-Kleksen.

Da steht wirklich alles drin: Vom Kuchen über Torten, Tartes, Kekse, Brote, Pizzen bis zu Knabbergebäck. Und bislang ist mir alles aus diesem Buch hervorragend gelungen. Die Wahl fällt heute auf den Eierlikörkuchen. Es ist der einzige Kuchen, der in Frage kommt, weil ich nur dafür die Zutaten im Haus habe - wenn auch in teilweise abgewandelter Form.

Und hier das Rezept:
Eierlikörkuchen

5 Eier
180g Puderzucker Zucker
2 1 Päckchen Vanillezucker (+1 Prise gemahlene Vanille)
1 Prise Salz
1/4 L Eierlikör 150ml Vollmilch
1/4 L Pflanzenöl
150 g 100 g Speisestärke
100 g 150 g Mehl
1 Päckchen Backpulver


Rührührührührührührührührühr - Schaum!

1) Eier, Zucker, Vanille (-Zucker) und Salz sehr schön schaumig schlagen.
2) Eierlikör bzw. Milch langsam unterrühren.
3) Öl langsam unterrühren.
4) Mehl, Stärke und Backpulver mischen und vorsichtig unterheben.
5) Form fetten (Gugelhupf oder Kastenform), Teig rein, das ganze in den Ofen. Laut Rezept bei 180° in den vorgeheizten Ofen, Umluft 160° ohne Vorheizen, beides ca 60-70 Minuten. Ich habe einen Gasofen, der stand auf Stufe 4 und der Kuchen war nach ca. 45-50 Minuten fertig. Am besten: Stäbchenprobe machen. Fertig.

2) Das Brot

Brot musste auch eines her, den die Reste vom alten haben wir heute gegessen bzw. für die Schweine kleingeschnitten. Ich backe am liebsten ein sehr simples, aber umwerfend leckeres Dinkelbrot, was schnell geht, wenig braucht und am Ende sowohl zu süß als auch zu salzig passt.
 
 
Das Rezept dafür habe ich aus diesem Buch.
einfach 500g Dinkelvollkornmehl, 1 Päckchen Trockenhefe (frische geht auch), 2 TL Salz, 300 ml lauwarmes Wasser und 60 ml Pflanzenöl mischen.
 
Ordentlich kneten, bei mir macht das erfreulicherweise die Küchenmaschine. Dann den Teig 60 Minuten gehen lassen. Dazu die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken und an einen warmen Ort stellen. Nach den 60 Minuten den Teig nochmal liebevoll kneten, in eine Brotbackform (oder Kastenform) geben und nochmal 30 Minuten gehen lassen.
Danach ab in den Ofen (Gas ca. St. 4-5, Strom dürfte ca. 180° sein, habe das Rezept gerade nicht zum Abtippen bereit liegen, schlecht vorbereitet. Tschuldigung.) für ca. 60 Minuten. Fertig. (Brot ist gar, wenn es sich beim Klopfen auf die Unterseite hohl anhört. Wer das mit heißem Brot probiert, muss auf die Finger aufpassen!)
Sieht unspektakulär aus, ist aber völlig lecker: Dinkelbrot.

 3) Die Seife

Jaaa, und dann war da noch die dritte Form. Ihr erinnert Euch noch an gestern? An die Seife in der Kastenform? Heute habe ich ihr eine neue Chance gegeben und sie aus dem kühlen Keller geholt. Und siehe da: Nachdem ich nochmals die Ränder nachgeschnitten habe und ordentlich auf den Boden der Kuchenform gebollert habe, machte es PLUMPS und die Seife war draussen.



Eine wohlduftende Orangenseife mit eingegossenen Orangenblüten. Sieht sie nicht toll aus? Zum Schneiden ist sie zwar immer noch nicht fest genug, aber ich freue mich schon wie Bolle,dass sie nun aus der Form ist. Meine eigene, selbstgemachte Seife.

Und mit den Seifenkrümeln, die beim Schneiden aus der Form entstanden, habe ich auch gleich die Probe aufs Exempel gemacht und mir die Hände gewaschen. Fazit: Riecht gut und schäumt, kann also so verkehrt nicht sein!
Nun gebe ich dem guten Stück noch einige Tage (oder Wochen?) zum Festigen und dann muss ich den Zeitpunkt für's Schneiden so abpassen, dass sie nicht zu fest wird und bricht oder bröckelt. Ich bin ganz aufgeregt!

So, und nun ist für heute Schluss. Kuchen, Brot und Seife - ich finde, als Tagwerk reicht das.

Liebe Grüße,
Maike






Sonntag, 5. Januar 2014

Sonntagswerk: Von Seife und der Möglichkeit des Scheiterns

Liebe Alle,

heute ist es soweit: Der erste Sonntagswerk-Post wird in die Welt geschickt.
 

Ich habe lange überlegt, mit was ich Euch erfreuen kann. Mit den ersten Patchworkquadraten? Das wäre etwas unbefriedigend,denn es sind erst fünf. Viel zu sehen gibt es also wenig.
Oder das Voranschreiten des Schwiegermutterpullis? Dort geht es zwar voran, aber ein Stück graues Maschenwerk lässt sich auch nur mäßig als tolles Sonntagswerk verkaufen.

Ich brauche etwas anderes.

Also beschließe ich, Euch am Seifeschneiden teilhaben zu lassen. Ich habe nämlich am Freitag Seife gesiedet. Das Rezept dazu habe ich aus dem Buch "Geschenke aus der Natur" aus dem Kosmos-Verlag.

Vom Sieden als solches gibt es keine Bilder, da es vorerst ein Versuch war sein sollte, der noch nicht im Blog auftaucht. Seid beruhigt: Das hat soviel Spaß gemacht, dass ich Bilder und eine Beschreibung nachreichen werde.







Heute zäumen wir den Gaul die Seife von hinten auf.


Die Rohmasse der Seife habe ich in eine alte Kuchenform gefüllt und 36 Stunden stehen lassen. Dann, so sagt das Rezept, soll die Seife fest sein und man kann sie schneiden. Prima!
Ich lege das Brettchen auf die Kuchenform, kippe alles um, wie beim Kuchen stürzen, und es passiert: nix. Die Seife klebt hervorragend in der Form fest. Ich klopfe mit der Hand vorsichtig auf den Boden der Kuchenform. es passiert: Nix. Der Seifebatzen klebt immer noch hervorragend. Also haue ich fester drauf. es passiert... Ihr wisst schon: Nix.














Also drehe ich alles wieder rum, nehme ein Messer und schneide an den Rändern, gleich an der Kuchenform,den Seifebatzen los. Nochmal gestürzt, nochmal passiert nix. Nochmal geklopft, nochmal nix.

Ich eruiere die Situation und denke darüber nach, welche Gründe das haben kann.
1) Die Seife ist noch zu batzig. Lösung: warten.
2) Die Seife ist zu weich. Sie hat eine Konsistenz wie Butter, in etwa auch die Klebefähigkeit. Lösung: Klat stellen, damit sie fester wird.
3) Ich habe etwas falsch gemacht. Lösung: Nächstes Mal richtig machen.

Ich entscheide mich für eine Zwischenlösung aus 1 und 2 und beschließe, der Seife noch einige Stunden im kühlen Keller zu gönnen. In der Küche ist sie zwar fest geworden, aber wahrscheinlich war es zu warm, um fest genug zu werden. Susanne Klingner schreibt in ihrem Buch "Hab ich selbst gemacht", das ich gerade zum zweiten Mal lese, dass sie die Seife ebenfalls in den Keller gestellt hat und dass die Seife dort schön fest wurde. Also: Probieren!