Posts mit dem Label Wohnzimmer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wohnzimmer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 3. Januar 2014

Der neue, alte Schrank

Liebe Alle,

wie Ihr im Post der 4 Dinge für 2014 sehen konntet, haben sich im Laufe der Zeit eine Menge Bücher zu den verschiedensten Handwerks- und Handarbeitsthemen bei mir angesammelt.

Bücher brauchen Platz. Und sie machen ein Wohnzimmer um so viel gemütlicher. In den letzten Monaten standen die meisten Bücher auf den Fensterbänken unserer drei Fenster. Das sah sehr schön aus, hat mich aber genervt, weil sie dort immer im Weg waren, wenn man das Fester öffnen wollte.
Also zog ein Teil von Ihnen um: In ein altes Holzschoss aus unserer Firma, ab auf die Musiktruhe. Das war auch gemütlich, aber da dort schon antike Kameras vom besten Mann der Welt standen, wurde es eng. Vor allem dann, wenn wir auch noch den Laptop aufstellten, um einen Film zu schauen.

Mir wurde klar: Da muss was anderes her. Und ausserdem gibt es hinter der Zimmertür eine tote Ecke, die noch recht unliebsam ist. Als ich neulich durch unseren Betrieb schlenderte, in dem sich viele Schätzchen verstecken, fiel mein Blick auf einen Schrank. Ein kompakter Schrank, die Türen fehlten. Viele Einlegeböden, alles aus Holz. Und oben eine schlichte, aber schöne Zierleiste. Von außen war er Industriegrau gestrichen, von innen war er in erster Linie vollgestopft und staubig.
Ich bin viele hundert Male an diesem Schrank vorbeigegangen, ohne ihn je bewusst wahrzunehmen. Er stand immer da. Seit ich denken kann. Solche Dinge fallen einem irgendwann nicht mehr auf.

Die Dinge die den Schrank vollstopften, waren zum Großteil reif für die Mülltonne. Alte Papieranhänger für längst nicht mehr vorhandene Artikel etc. pp.. Der Entschluß stand fest: Dieser Schrank kommt zu uns!
Schrank - schon geputzt,schon bei uns.

Silvester um zehn Uhr abends, zwei Stunden vor dem großen (Ge-)Knall(-e), fiel uns die Decke auf den Kopf und wir beschlossen, dass nun der richtige Zeitpunkt für einen neuen Schrank ist. Und während der Rest der Welt sich einknallte, das Jahresende im Fonduetopf und im Sektglas ertränkte, schleppten wir einen alten, staubigen Schrank über den Hof.
Eine gute Idee, denn so ging der restliche Abend schnell um. Zuhause wurde das Fundstück erstmal geputzt. Denn von innen war er schwarz. Mit viel Scheuermilch und einem Schwamm brachten wir die Holzmaserung zum Vorschein und freuten uns mit jeden Brett mehr.

 
 
Dann kam der Jahreswechsel und die Bretter mussten trocknen. Neujahr konnte ich endlich damit beginnen, meinen Büchern ein neues Zuhause zu geben. Auch einige meiner Kamera-Schätze bekamen einen Ehrenplatz (auf dem Foto unten zu sehen: Polaroid Miniportrait steht oben rechts, Polaroid Land steht links, zweites Fach von oben. Dort liet nun auch meine neue Lomography Spinner360°). Alle heißgeliebten Zeitschriften (Mollie Makes, Daphnes Diary, Handmade Kultur) fanden einen Platz und oben auf dem Schrank stehen nun die wunderschönen Kerzenständer aus Madrid und die beiden hübschen Laternen:



Der neue, alte Schrank macht sich ganz hervorragend neben unserer Kaminbank. Er passt wie angegossen in die Ecke und bietet eine Menge Stauraum für viele Dinge. Ich bin absolut glücklich darüber und freue mich über den Fund - und das spontane Herrichten. Vielleicht könnt Ihr Euch vorstellen, wie unglaublich gemütlich es ist, auf der Bank zwischen Schrank und Kamin zu sitzen und am wärmenden Feuer durch die ganzen schönen Bücher zu blättern...


Euch allen ein gutes, neues Jahr mit vielen schönen Funden und freudig-gemütlichen Momenten!

Sonntag, 22. Dezember 2013

Der upcycling x-mas-tree

Wer immer noch keinen Weihnachtsbaum hat, dem sei hier geholfen. Wir hatten nämlich auch keinen - bis eben. Zum Einen, weil ich keinen Baum im Wohnzimmer brauche, um Weihnachten zu feiern. Zum Anderen, weil sich bis heute keine Zeit fand, eine Alternative herzustellen. Aaaaber: Heute ist der 4. Advent und langsam wird es auch bei uns Zeit für ein wenig Weihnachtsdeko. Deswegen gibt es heute von mir eine Anleitung zum DIY-upcycling-x-mas-tree:
 
 
Das Gute an diesem DIY ist, dass es wirklich individuell gestaltet werden kann, dass es kostengünstig ist und dass vergessenes oder nicht mehr benötigtes Material aufgebraucht werden kann. Los geht's:

Du brauchst: Einen großen Bogen (Pack-)Papier, buntes Klebeband, Klebeband in Spitzenoptik, eine normale Schere mit gerader Schneide (die mit Zierschneide hat leider das Klebeband nicht geschafft), und lauter reste aus deinem Bastelvorrat. Bei mir waren es Häkelblumen, Stoffreste, Knöpfe und Pailletten, außerdem Klebstoff.


 
 
 
Als erstes habe ich den Schnee mit blauem Klebeband aufgeklebt. Easy: einfach ein großes Stück abschneiden, aufkleben, fertig. Wer, wie ich, eine dicke Schneedecke mag, klebt zwei oder drei Streifen übereinander: 
 
 
Wenn der Schnee liegt, stellen wir den Baum auf. Dazu habe ich unterschiedlich lange Streifen Kebeband untereinander geklebt, so dass am Ende in etwa die Form einer Tanne herauskam. Die Streifen können, wie bei mir, etwas unordentlich arrangiert sein, Du kannst sie aber auch ganz akkurat ausschneiden:

Yeah! Der Baum steht.
 
 
Der Baum braucht noch einen Stamm und die angedeuteten Äste freuen sich auch über eine kleine Schneedecke. Ich habe den Stamm auch grün gemacht, gab nix anderes mehr. Den Schnee auf den Ästen habe ich aus kleinen Stücken des blauen Klebebandes zurechtgeschnitten. Alles Pi mal Daumen, ich hab's nicht so mit messen. Aber hey, die Natur misst ja auch nicht jeden Baum nach, oder?
 
 
 
Was an gar keinem Weihnachstbaum fehlen darf, sind Kerzen. Für die habe ich auch Klebeband genommen, und zwar pinkes. Das ist schön bunt. :) 
 
 
 
Um es richtig winterlich zu machen, brauchen wir noch Schneeflocken. Dazu habe ich eines der Klebebänder in Spitzenoptik in seine Einzelteile zerschnibbelt und fröhlich auf dem Packpapier verteilt: 
 
 
Dann fehlten noch die Flammen von den Kerzen. Ein Rest gelber Polsterstoff musste kurzer Hand herhalten und weil ich von Natur aus faul bin, habe ich die Flammen einfach dreieckig geschnitten:



So sah der Baum dann mit Schneeflocken, Kerzen und Flammen aus:

 
Aber was ist ein Weihnachtsbaum schon ohne Kugeln und einem Stern auf der Spitze? Der gelbe Polsterstoff hielt also auch noch für den Stern hin und ein paar große, alte Knöpfe mimen nun die Christbaumkugeln:

 
 
Das wirkt ja schon sehr weihnachtlich, aber irgendwie war der Boden so kahl. Und weil es nicht sein kann, dass in der Luft Schneeflocken tanzen und man das auf dem Boden nicht sieht, habe ich den Rest eines anderen Spitzenbandes einfach als Schneewehe auf das blaue Klebeband draufgepappt. Ein paar blaue Häkelbumen wurden auch noch verwurstet.

 
 
 
Und dann! Und dann! Und dann habe ich die Filmdose mit den Pailletten gefunden. Die MUSSTEN drauf, ein Weihnachtsbaum ohne Glitzerfitzer is nix. Weihnachten muss glänzen, glitzern und glimmen. Also ab mit den Dingern auf's Papier  an den Baum!
 
 
Und so sah er dann fertig aus.  
 
 
Und so fertig und aufgehangen: 

 
Ich wünsche Euch einen schönen 4. Advent und ein tolles Weihnachtsfest :-)
 



Dienstag, 10. September 2013

Die Fischlampe (oder: Eine Kettenreaktion)

Ich weiß schon nicht mehr, wann es war, da misteten wir unsere sowieso nur schlechte Nachrichten und dämliche Dinge verbreitende Glotze unseren Fernseher aus. Abgesehen davon, dass das ein enormes Mehr an Platz und Zeit brachte, fördert es auch das Ausleben meiner kreativen Schübe (Kettenreaktion Teil1). Die Abwesenheit des Fernsehers geht zur Zeit eine hervorragende Symbiose mit sehr frei gebliebenen Kalenderseiten ein (Kettenreaktion Teil2). Das wiederum erfreut mein Kalenderherz (Kettenreaktion Teil3), denn es gab vom Kerl letztes Jahr extra einen schön großen, damit ich auch alle meine Termine und Vorhaben gut unterbringen kann. Außerdem hatte der Kalender schon sehr schön gestaltete Zwischenseiten.
Wie auch immer, ich finde mich regelmäßig abends auf der Couch sitzend und während ein oller Derrick über den Laptop zuckt, male ich mit den heißgeliebten bunten Stiften eine der extra großen Kalenderseiten nach der anderen voll. Jüngst kam dieses Bild dabei zum Vorschein. Die mein Tun bescheinende Tischlampe inspirierte mich dazu (Kettenreaktion Teil 4). Allerdings nur verbal, optisch ist sie nämlich alles andere als inspirierend. Die Inspiration allerdings inspiriert mich dazu, das Design der Lampe doch mal tiefer zu überdenken und etwas daran zu ändern (Kettenreaktion Teil 5). Das aber zu einem späteren Zeitpunkt, für heute gibt es hier erstmal die Fischlampe: